AVES Zug setzt sich für vernünftige Energiepolitik ein
„Alle Energien nutzen“, so lautet das Credo der Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES). Unsere Mitglieder unterstützen die bisherige Vier-Säulen-Strategie des Bundesrates welche aus Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Grosskraftwerken und Energieaussenpolitik besteht. Grosskraftwerke sind entweder Gaskombikraftwerke, welche eine Unmenge CO2 ausstossen und so das Problem bequem in die Atmosphäre der Erde verfrachten - oder es sind Kernkraftwerke, deren Reststoffe sicher und über Tausende von Jahren im Schweizer Opalinuston gelagert werden können. Die AVES setzt sich neben Wasserkraft und neuen erneuerbaren Energien klar für den Bau neuer Kernkraftwerke der dritten und vierten Generation anstelle der alten AKWs ein. Kernkraftwerke dieser Generationen zeichnen sich über weiter entwickelte Sicherheitssysteme aus und sollten die weniger sicheren alten AKWs ablösen.
Schöne Worte produzieren jene, welche ihrer politischen Klientel die schmerzlose Energiewende versprechen. Ich will gar nicht wissen welche Ideen die Herren in Bern für neue Subventionen, Gebühren und sogenannte „Lenkungsabgaben“ hegen! Der Bundesrat spricht von einem höheren Strompreis von 48 Rp./kWh. Eine Übergewichtung von Stromerzeugungsanlagen welche nur dann Strom produzieren, wenn das Wetter mitspielt stellen zudem eine unlösbare Herausforderung an die Netztechnik dar. Gemäss Manfred Thumann, CEO der Axpo AG würde allein Deutschland 10 Pumpspeicherkraftwerke der Grösse des Linth-Limmern-Projekts benötigen um die starken Schwankungen der Stromproduktion aufzufangen. Herr Felder, bitte verraten Sie uns, wo Deutschland 10 Pumpspeicherkraftwerke mit je 1480 MW Leistung bauen soll und wie die Schweiz die Wasserkraft ausbauen kann wenn vernünftige Projekte wie die Erhöhung der Grimselstaumauer von ihren Gleichgesinnten torpediert werden.
Es ist absolut verständlich, dass Parteien deren Existenz auf Einschüchterung der Wähler beruht, aus den vergangenen Ereignissen politisches Kapital schlagen wollen. Interessant auch, dass die Kernkraft-Gegner der Welt offenbar allesamt in Deutschland, Österreich und der Schweiz wohnen. In keinem anderen Land der Welt lenken die übermächtigen Öko-Lobbies mit ihren prallgefüllten Kassen (WWF Schweiz > 50 Mio. Fr. Budget; Greenpeace Schweiz > 25 Mio. Fr.) die Energiepolitik-Diskussion so erfolgreich und gleichzeitig irreführend wie hier.
Die AVES Zug als kleiner Zuger Verein welcher sich ausschliesslich aus Mitgliederbeiträgen finanziert, kämpft deshalb weiterhin gegen die Goliaths und Planwirtschaftler der Öko-Industrie, die unser Land verschandeln wollen. Mit Veranstaltungen wie dem „Zuger Energie Apéro“ will die AVES Zug Verständnis wecken für eine realistische Energiepolitik in der Schweiz, insbesondere durch Betonung der wirklichen Zusammenhänge zwischen Energie, Wirtschaft und Umwelt.
Fabian Consiglio Präsident AVES Zug
Energieversorgungssicherheit der Zukunft
Unsere 5 Kernkraftwerke werden in den nächsten 20 Jahren zu ersetzen sein. Nicht aus Sicherheitsgründen oder mangelndem Wirkungsgrad nein, sondern weil die Bewilligung ablaufen wird, und sich für Nachfolgekraftwerke eine neue Technologie aufdrängt. Um nicht mit einem Energieversorgungsnotstand konfrontiert zu werden, bleibt uns nichts anderes übrig, als bereits heute die Planung aufzunehmen diese bestehenden Werke durch neue Kernkraftwerke zu ersetzen. Der Entscheid über die Erteilung einer Rahmenbewilligung wird bis 2013 dem Volk vorgelegt. Es gilt somit bereits heute, sich mit der Notwendigkeit auseinander zu setzen, infolge nicht existierender gleichwertiger Alternativen.
Wollen wir uns nicht in eine Abhängigkeit vom Ausland begeben und gleichzeitig weiterhin den weltweit saubersten Strommix in unserm Land fördern, bleiben uns nur Wasserspeicherwerke und für die Bandenergie (=Basisleistung) die Kernkraftwerke. Die Letzteren liefern Energie während 24h pro Tag unabhängig von Wind und Sonne. Auch wenn die Windradromantiker die Zukunft in sauberer Wind- und Sonnenenergie sehen, kann die benötigte Leistung bei unsern geografischen und klimatischen Verhältnissen nur durch den schon heute bestehenden Mix von Energiequellen erbracht werden oder durch Import (aus Kohlekraftwerken oder riskikoreichen Kernkraftwerken). Vorgetragene Vergleiche mit dem Ausland hinken wie immer in solchen Fällen. Die Windkraftwerke der kräftigen Nordseewinde liefern Energie bei 18% der Nennleistung: Man stelle sich vor wie der Wirkungsgrad in der Schweiz ausfallen würde! Für die Sonnenkraftwerke gilt dasselbe. Hier wird zu oft der Vergleich mit der spanischen Mancha angeführt (südl. v. Saragossa). Die Windmühlen wurden dort schon Don Quijote zum Verhängnis! Nun versucht man es mit Fotovoltaik. Dass die Klimaverhältnisse dort anders sind als in den Alpen muss nicht weiter kommentiert werden und da wäre noch die Frage der ‚grauen Energie’ die zur Herstellung dieser Solarzellen aufgewendet werden muss. Dass der Energiebedarf zur Weinherstellung (in la Mancha) nicht mit unserer Industrie verglichen werden kann, ist unbestritten.
Schon eher störend wirkt wenn man weiss, dass sich viele linke Politiker als Promotoren für Windenergie stark machen, aber ihre Interessen an den Herstellerfirmen dieser Anlagen nicht offen legen. Trotzdem ist bekannt, dass NR Rudolf Rechsteiner im VR einer solchen Firma sitzt. Kein Wunder verdammt er Kernenergie!
Rudolf Balsiger, Kantonsrat FDP, Zug
Haltlose Argumente der Linken und Grünen
Kernkraft ist momentan die mit Abstand beste Lösung, die uns zur Verfügung steht. Jeder, der sich ausgewogen informiert, wird das erkennen. Die Argumente der Gegner sind haltlos. Hier einige Beispiele:
Behauptung: "Atomkraftwerke produzieren auch CO2, zum Beispiel beim Uranabbau oder bei der Urananreicherung"
Stimmt. Schaut man aber das Verhältnis zur produzierten Elektrizität an, dann sind die Emissionen verschwindend klein. Die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde (kWh) nach Kraftwerkstyp:
Braunkohle-Kraftwerk: 1'231 g Steinkohle-Kraftwerk: 1'078 g Erdöl: 885 g Erdgas: 644 g Erdgas (Kombi): 426 g Fotovoltaik: 78 g Wind: 17 g Kernkraft: 8g Wasserkraft: 4g
(Quelle: Paul Scherrer Institut, Villigen)
"Uran gibt es nur noch 60 Jahre"
Kernkraftwerke der dritten Generation, welche zur Zeit gebaut werden, haben eine viel höhere Uranausnutzung. Kraftwerke ab der vierten Generation (voraussichtlich ab 2030) werden die Ausnutzung nochmals markant steigern, so dass die Uranvorräte für tausende von Jahren reichen. Das aus der atomaren Abrüstung gewonnene Uran kann ebenfalls in Kernkraftwerken "verbrennt" und somit unschädlich gemacht werden.
"Atomkraftwerke explodieren und machen die ganze Schweiz unbewohnbar"
Ein wichtiges Thema. Wer denkt, Tschernobyl könnte sich in Westeuropa ereignen, muss bedenken, dass wir die viel sichereren Kernreaktoren haben. Stichworte: "Negativer Dampfblasenkoeffizient" und "passive Sicherheitssysteme". Zudem hatte Tschernobyl weder einen Reaktor-Druckbehälter noch ein Containment (Sicherheitsgebäude). Der Reaktor wurde quasi offen in einer Turnhalle mit Wellblechdach betrieben. In den heutigen Kernkraftwerken würde der Reaktor im äusserst unwahrscheinlichen Fall einer Kernschmelze einen Totalschaden erleiden, aber sicher im Sicherheitsgebäude eingeschlossen bleiben.
"AKWs strahlen in die Umgebung"
Der Einzige, der in der Umgebung strahlt, ist wohl der Finanzdirektor der Standortgemeinde, der sich über die hohen Steuereinnahmen vom Kernkraftwerk freut.
Jeder Schweizer kommt jedes Jahr rund 4 Millisievert (mSv) Strahlung ab. Davon:
- 0.35 kosmische Strahlung - 0.45 terrestrische Strahlung - 0.40 innere Bestrahlung - 1.60 Radon in Wohnräumen - 1.00 medizinische Anwendung - 0.20 übrige (Atombombentests, Kernanlagen, Industrien und Spitäler)
Ein weiterer Vergleich: Wer eine Computertomographie von der Wirbelsäule macht, setzt sich etwa 30 Sekunden 10 mSv Strahlung aus.
(Quelle: Bundesamt für Gesundheit)
"Atomkraftwerke produzieren viel giftigen Müll"
Beznau I und II produzieren pro Jahr hochaktiven Abfall in der Grösse einer Telefonkabine. Diesen kann man endlagern oder aufbereiten und in zukünftigen Generation 4-Kernreaktoren (ab 2030) "fertigverbrennen". Im Gegensatz zu Chemieabfall, der meist ewig giftig bleibt, klingt die natürliche radioaktive Strahlung kontinuierlich ab.
Das waren einige Entlarvungen von den "Grünen" Lügen.
Um unabhängiger vom Erdöl zu werden und somit auch CO2 einzusparen, benötigt es Strom. Eine Wärmepumpe benötigt keinen Tropfen Heizöl kann aber mit einer Kilowattstunde Strom die Wärme von 4 Kilowattstunden Heizöl erzeugen. Auch Minergie-Gebäude benötigen kein Erdöl, dafür aber mehr Strom, zum Beispiel für die Umluftventilation. Wenn dereinst die Fahrzeuge mit Wasserstoff fahren und somit nur noch Wasserdampf als Abgase produzieren, muss man sich fragen, woher der Wasserstoff kommt. Um Wasserstoff in grossen Mengen herzustellen, braucht es Strom. Die Generation 4-Kernkraftwerke (ab 2030) können dann grosse Mengen Wasserstoff thermisch herstellen, ohne den Umweg über Strom. Ein Kernkraftwerk der Leistungsklasse 600 Megawatt (Vergleich: KKW Leibstadt 1'220 MWe) könnte genug Wasserstoff für sämtliche Automobile in der Schweiz herstellen.
Der Strom ist nicht das Problem. Wir müssen uns fragen, wie wir ihn kostengünstig und klimaschonend im erforderlichen Masse herstellen können. Strom, der ausschliesslich durch erneuerbare Energie hergestellt wird, will jeder, nicht nur die Grünen. Der Unterschied ist nur, dass die Einen den Weg dorthin realistischer einschätzen als die Anderen.
Fabian Consiglio, Vize-Präsident AVES Zug, Zug
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